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von Nityaananda (Clint Thompson, MD)

 

Darshan mit der Göttlichen Mutter, sich mit der Mutter verbinden .... ich erinnere mich, dass ich dachte‚ Nun, ich sehe sie jetzt nicht, aber sie ist die Mutter dieser Schöpfung. Also wo genau ist sie jetzt?’

Sie ist überall. Sie ist jetzt bei uns. Wir sind ihre Kinder. Es ist Gottes Spiel mit sich selbst.

Wir sprechen hier über das Verbinden mit diesem einen großen Aspekt dieser weiblichen Energie, der Schöpferenergie. Gott lernt, zu seinem wahren Selbst zu erwachen. Das ist eine Art und Weise, über Erleuchtung zu sprechen: Gott erkennt sich selbst. Und das sind wir.

Im Gegensatz zu manchen Menschen, die bereits einen spirituellen Werdegang vor dem ersten Zusammentreffen mit Swami hatten, hatte ich nichts dergleichen. So etwas wie das Konzept der Göttlichen Mutter als die Göttliche weibliche Kraft, war für mich in diesem Leben absolut neu.

Nach sehr viel Meditation, Ausbildung und einer Menge Wissen erlangt man ein Verständnis der Regeln dieser Beziehung – dieser höheren Stufen der Beziehung, wie man mit der Mutter interagiert und wie man bei ihr sein kann.

Zu dieser Zeit war einer meiner großen Blocks, dass ich immer etwas erwartete. Ich hatte einen starken begehrenden Charakter und auch eine ziemlich starke Sucht nach Meditation. Der Prozess, den wir machten, war eine recht gute Meditation - beim Rezitieren einer Formel, eines Schwingungscodes zu versuchen, Sie in allem zu sehen. Es war ein Mantra, das dazu gedacht war, unsere Seelen direkt mit der versteckten Größe der Mutter in der Natur, die durch die Fünf Elemente die ganze Zeit um uns herum ist, zu verbinden.

Also nach einer großartigen Meditation wartete ich immer noch. Und ich wartete. Und ich wartete.

Es war ein langes Warten, aber ich verdiente es und ich bin froh, das ich es hatte – Danke dir Swami. Als ich es am wenigsten erwartete, kam der Segen.

Das ist die Größe der Energie des Göttlichen Vaters. In der Indischen Tradition dieses Wissens gibt es immer einen Lehrer – einen indischen Lehrer, der Guru oder Meister genannt wird. Wie auch immer, das ist ebenfalls ein Aspekt der Vaterenergie.

In diesem Zeitalter – diesem Kali Yuga – diesem höchst negativem Zeitalter, in dem unglaublich negative Energie Tag für Tag als selbstverständlich gehalten wird, sowohl im Inneren wie im Äußeren, das ist ebenfalls die Mutter – Sie ist alles. Das ist Kali. Sie ist fürchterlich und sie bekämpft diese negative Energie. Es ist nicht möglich, sich Ihr ohne irgendeine Führung oder Schutz, direkt anzunähern.

Die Metapher in dieser indischen Tradition ist, dass wir im Schoß des Vaters zur Mutter gehen, so wie Ganesh auch auf dem Schoß seines Vaters Shiva sitzt. Das Göttlich Männliche hat eine spezielle Beziehung mit dem Göttlich Weiblichen und so haben wir Teil am Schutz dieser speziellen Beziehung. Der Lehrer gibt uns am Anfang das Wissen und den Schutz, damit wir Erfahrungen haben können, denen wir sonst nicht standhalten könnten.

Damals war ich mir dessen nicht bewusst – ich war so ungeduldig.

Schließlich, eines Nachts wurde ich ausgetrickst, damit ich in der richtigen Weise aufnahmebereit war. Ich begleitete Swami und einige andere Studenten, um ihnen bei ihrem Prozess zu helfen. Ich war fort gewesen, außerhalb der Energie und wurde gerade gefragt, zu ihnen zu kommen, sie zu unterstützen, für sie dort zu sein.

Wir reisten zu einem sehr alten, kraftvollen Tempel, der der Göttlichen Mutter geweiht war. Ich saß gerade draußen, erledigte meine Aufgabe und zu einem bestimmten Moment erkannte ich plötzlich, ‚Hey, das wird heute Nacht nicht für mich geschehen. Ich bin wirklich hier, um jemand anderem zu helfen.’

Irgendwie gab sich etwas in meinem Inneren, ohne jegliche Anstrengung oder Bewusstheit etwas der Tatsache hin, in dieser Rolle zu sein. Ich erinnere mich, dort zu sitzen, in einer indischen Nacht mit sparsamer Beleuchtung, unter gigantischen Sternen. Es war reine Natur, man hörte die Grillen, die Frösche und rauschendes Wasser, das Gemurmel der anderen Studenten, wie sie kamen und von ihrem Prozess zurückkehrten. Für eine gewisse Zeit war ich auf wundersame Weise befreit vom Gefühl, ausgeschlossen zu sein oder eifersüchtig oder darauf zu warten, selber dran zu sein. Ich war einfach glücklich, dort zu sein. Ich fühlte mich sehr glücklich und friedvoll, dort zu sein.

Der Prozess der Studenten endete und wir bereiteten uns vor zu gehen. Jemand sagte zu mir: „Oh, Swami möchte, dass du ihm im Tempel hilfst.“

Also ging ich in den Tempel, immer noch in ahnungsloser Glückseligkeit. Dieser Tempel ist alt und in der traditionellen Bauweise gemacht. Man geht durch eine Reihe von Räumen, um zum inneren Raum zu gelangen, in dem eine Murti, eine Statue der Göttlichen Mutter, steht. Es ist ein kraftvolles Objekt, ein Abbild von Ihr, das Ihre Energie durch viele verschiedene Kanäle ausstrahlt. Dieser innere Raum ist winzig, vielleicht 3 m breit und 2,40 m tief und er wird von der Statue der Mutter eingenommen.

Swami stand in der Türschwelle. Zuerst sagte er mir, mich hinzusetzen, so setzte ich mich draußen hin und wartete. Dann bat er mich, hereinzukommen.

Ich ging hinein und setzte mich mit meinem Rücken zur Statue wieder hin. Dieser winzige Raum hatte nur einen Eingang und es waren nur ich, Swami und die Statue der Göttlichen Mutter darin. Swami begann mir Anweisungen zu geben, er sprach, gab ohne zu berühren Shaktipat – ich spreche jetzt angesichts dieser nachträglichen Einsicht. Plötzlich sah er an meiner Schulter vorbei und sagte: „Dreh dich um und schau Sie an!“

Ich dachte, er sprach über die Statue und so drehte ich mich um. Die Mutter stand dort, direkt vor der Statue – aus dem Nichts erschienen und buchstäblich in einer körperlicher Form. Sie war vollkommen. Schönheit jenseits von Schönheit, jeder Teil von Ihr; Ihr Haar, Ihre Augen, Ihre Hand, Ihre Füße, Ihr Kleid – alles. Es war jenseits von Schönheit.

Wenn ich mich zu lange auf sie konzentrierte, ich wusste, ich würde einfach dahin schmelzen. In der Tat schrie Swami mich an, auch, um mich zurück zu holen, da ich auf einen Aspekt von Ihr sah, wahrscheinlich, um meinen Körper zu verlassen und einfach dorthin zu gehen. Einfach weiter und weiter und weiter zu gehen in diese Vollkommenheit und diese Liebe. Erstaunliche Liebe. Das war ein Wunder.

Im selben Moment, in dieser selben Erfahrung hatte ich ein anderes wundersames Gewahrwerden des Wechselspiels zwischen der Energie der Mutter und des Vaters.

Swami stand dort im Eingang hinter mir und manchmal trat die Mutter mit mir und manchmal mit ihm in Wechselwirkung. Sie zu beobachten, wie sie mit ihm interagierte und Sie zu beobachten in Ihrer Beziehung zu ihm, war eine erstaunliche Erfahrung.

Swami Kaleshwar ist keineswegs eine gewöhnliche Person. Er kann die Mutter ziehen und er hat eine Beziehung mit Ihr, die möglicherweise über das hinausgeht,  was Yogananda Paramahamsa mit Ihr hatte. Man stelle sich vor, in der Lage zu sein, diese Energie regelmäßig zu ziehen – mit Ihr zu sprechen, von Ihr gelehrt zu werden und mit Ihr zu interagieren.

Ein Teil der Lehren des Parameshvari Yoga sind die Kanäle, mit denen man sich direkt mit der Mutter verbinden kann. Swami sagt, dass Du die Mutter selber erfahren musst. Du musst diese Glückseligkeit selber erfahren – du verdienst es, in dieser Zeitspanne und danach. 

Alleine in Ihrer Gegenwart zu sein ist jenseits des Verstandes und ist schwer zu fassen. Nachdem es geschehen ist, in den nächsten paar Tagen, sinkt es langsam ein. Während dieser Tage erinnere ich, dass ich die Antwort auf die Frage: „Wo ist Sie jetzt?“ kannte.

Die Antwort ist: „Sie ist überall.“

Mit dieser neuen Erfahrung in mir konnte ich das erkennen, aber die Illusion ist beträchtlich. Die Schleier kommen und gehen, aber es spielt keine Rolle, da die Erfahrung in dir weiterlebt und du für immer verändert bist.

Seit dieser Zeit ist alles anders. Ich weiß, Sie ist jetzt bei uns. Sie möchte bei uns sein, erst recht in diesem Spiel der Dualität, in diesem Spiel in der Form. Es ist OK, in der Form zu spielen, aber wir sollten es auf eine göttliche Art und Weise tun. Lasst uns der Form Gottes zuwenden, wie Gott Form annimmt, um uns zu erreichen.

Das Wunder, sich mit der Göttlichen Mutter und dem Göttlichen Vater zu verbinden, ist wirklich die Spitze des Berges im Hinblick auf den Zweck des Wunders. Die Wunder gibt es wirklich. Eine ihrer vielen Anwendungen und Funktionen ist es, uns aufzuwecken, uns zu schockieren, zu stoppen, was wir wissen, zu glauben, zu erkennen, was wir wissen wollen. Es geht darum Glaubenssysteme zu brechen, aber nicht darum, sie auf verrückte Art und Weise zu erschüttern. Es geht darum, sie aufzubrechen. 

Es ist wirklich kein Witz – jeder hat gleichermaßen das Recht und die Berechtigung für jede göttliche Erfahrung. Da ist kein gut oder schlecht. In den Augen Gottes ist jede Seele gleich.

Viele, viele Menschen haben ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht. Viele, die bisher keine Erfahrung hatten, werden diese in Kürze haben. Das ist die Absicht des Wissens in dem Parameshvari Yoga Manuskript.

Es verbindet mit der Mutter, entwickelt eine Beziehung mit Ihr, damit du weißt, Gott ist wirklich und gut und die Erkenntnis kann niemals erschüttert werden, egal was passiert. Diese Gewissheit ist nicht nur für Inder oder nur für Asiaten. Sie ist nicht nur für Menschen, die nicht wie wir denken. Sie ist für uns alle.

 

Sie ist nicht nur für den Osten; sie ist auch für den Westen. Es ist weder das Ziel noch der letztendliche Bestimmungsort – es ist der Beginn deines wahren Lebens.

 

Nityaananda (Clint Thompson, MD)

is a physi­cian who trained directly for 15 years with Sri Kalesh­war until his mahasamadhi in 2012.  He resides at the Divine Lin­eage Heal­ing Cen­ter in Lay­tonville, Cal­i­for­nia and gives teach­ings, heal­ings and healing energy trans­mis­sions around the world.

Nityaananda is the author of The Awareness of Healing.

 
 
 
 
 

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